KOLDI-Blog


16. November 2009, Michaela Münker

Der Wahnsinn auf Reisen

Brandenburger Tor BerlinWas unser Team ausmacht ist nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern auch das menschliche Zusammenspiel auf privater Ebene. Als das Koldi-Team Siegen beschlossen hat, gemeinsam ein Wochenende zu verbringen, ahnte noch keiner, wie schön es werden würde, aber auch hier machte der Wahnsinn vor uns nicht halt.

Der Samstag war für uns fast ein 24-Stunden-Tag. (nicht schlimm, wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen) Um 5 Uhr in der Früh ging es los mit Bus und Zug von Siegen nach Berlin. Einem Besuch des Europacenters, Kaufen von Souvenirs für die Daheimgebliebenen, einer Stadtführung und Führung durch den Reichstag folgte nur eine kurze ca. halbstündige Pause (wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen), bevor es zum Abendessen und dann ins Berliner Nachtleben ging. Nach einem mehr als langen Tag (wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen) lagen dann aber doch alle zur wohlverdienten Ruhe im Bett.
Reichstag BerlinNach durchschnittlich nur 4 Stunden Schlaf (wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen) hieß es schon wieder aufstehen. Mit Kaffee, einem kalt-warmen Brunchbuffet und einem Gläschen Prosecco kann man den Tag schon ganz angenehm beginnen.  Mit halb geweckten Lebensgeistern schlugen wir uns durch den Großstadtdschungel bis zum Bahnhof durch, um die Heimfahrt anzutreten… und zu schlafen!

Niemand hatte mit der ca. 20-köpfigen Rentnergang gerechnet, die zur Steigerung der guten Laune das ein oder andere Pinnchen Hochprozentigen zu sich nahm… und mit der Laune stieg der Lärmpegel.
Niemand hatte mit dem Schaden an der Oberleitung gerechnet, wodurch der ICE immer wieder stehen bleiben musste, was die Zugführerin dazu veranlasste alle 5 Minuten eine gefühlt 10-minütige Durchsage über den Stand der Dinge, Anschlusszüge und ähnliches zu machen.
Niemand hatte mit dem Fahrkartenkontrolleur gerechnet, der sich scheinbar unsere Gesichter nicht merken konnte und mehrfach unsere Fahrkarten sehen wollte.
Niemand hatte mit der jungen Dame gerechnet, die genau zwischen meiner Kollegin und mir ihre Tasche aus der Gepäckablage holte, was auch nicht weiter schlimm gewesen wäre, wäre die Tasche verschlossen gewesen. Eine auf den Boden aufprallende Colaflasche lies mich aus dem Schlummer aufschrecken und mit weit aufgerissenen Augen endgültig wach bleiben.

im Plenarsaal des ReichstagesEine Stunde später als geplant daheim angekommen ging ich mit den Erinnerungen an ein schönes Wochenende in unserer Hauptstadt, aber auch einem starrem Blick ohne Umwege ins Bett… endlich schlafen!

Fotos: © KOLDI



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