Zum ersten Mal sollte ich das Schreibbüro alleine führen, d.h. das Telefon (Abschrecker) managen und auch noch die Mandanten (wenn Sie einen Termin bei uns haben) begrüßen, ins Zimmer geleiten und auch noch fragen ob sie etwas trinken möchten.
Als ich das hörte dachte ich, dass ich gleich umfalle. Ich wurde blass im Gesicht und meine Angst wurde immer größer. Doch als Herr Stöcker sagte, dass Mirjam Montag und Dienstag mit da bleibt, um mir alles zu erklären, ging es mir auch ruckartig besser und ich hatte wieder ein Lächeln im Gesicht. Zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Meine Gedanken waren nur: „Ich kann mich entspannen und zugucken wie sie das Telefon managt und die Mandanten betreut“.
Als ich ankam, klingelte auch schon das Telefon. Doch dann kamen die Worte: „Super, da kannst du ja gleich mal ans Telefon gehen!“ Wie bitte? Ich?
Um Himmelswillen, das kann ja was werden.
Meine erste Überlegung war: Wie meldest du dich jetzt?
Mir fiel schnell ein Text ein und nachdem ich meinen Vers angesagt hatte, war auch schon das nächste Problem in Sicht: „ … bitte verbinden Sie mich mal mit Herrn Kühn!“ Jo kein Problem, einfach paar Knöpfe drücken und ab geht’s.
Aber wer war denn jetzt am Telefon?
Auch für dieses Problem hatte ich eine Lösung parat und die klang so: „Ja Herr Kühn, da ist ein Mann am Telefon, wo ich jetzt nicht weiß, wie er heißt. Ich hab das gar nicht verstanden was er gesagt hat. Soll ich Sie mal verbinden?“
So liebe Azubis, seid ihr in dieser Notlage, kann ich diesen Spruch mit vollster Zufriedenheit empfehlen.
Na ja Spaß bei Seite, hört lieber richtig darauf was derjenige am Telefon sagt, oder fragt nochmals nach den Namen. Es ist einfach besser!!
…
Fortsetzung folgt …
Fotos: © Andreas Morlok, Rainer Sturm / PIXELIO