Ein Laptop ist echt superpraktisch. Seit ich öfter unterwegs bin, habe ich es wirklich zu schätzen gelernt. Abends im Hotel mal noch die Gedanken des Tages direkt schriftlich und digital festzuhalten ist schon von Vorteil. Man spart sich in der Tat Doppelarbeit „ohne Ende“. Oder ein bisschen Internet-Recherche, halt so Sachen, für die man tagsüber keine Zeit hat oder zumindest meint, sie nicht zu haben.
Natürlich hilft mir mein neu gewonnener Freund auch in Präsentationen. Statt beim Interessenten oder Kunden an den PC zu gehen (womöglich bewaffnet mit USB-Stick u. ä.), wirft man den guten Laptop an und bewegt sich in gewohnter optischer Umgebung. Und dann erst das Besprechungszimmer: Statt eines PCs unter’m Tisch und steifem Nacken, weil ich ständig auf die Leinwand schauen muss, kann ich gemütlich mein Laptop auf dem Tisch stellen, an den Beamer anschließen und los geht’s. So kann ich abwechselnd auf den Bildschirm oder meinen Gesprächspartnern in die Augen schauen…welch lobenswerte Erfindung der Menschheit!
Und erst die UMTS-Karte…herrlich. Im Zweifel im Stau auf der Autobahn einfach loslegen. Warum war ich nur bisher gerade in der Sache so rückständig? Ich versteh mich selbst nicht. Ja, ich kann mich nicht mehr wehren: Ich find es toll!
Dass ich je nach aktuellem Einsatz die Netzwerkverbindungen umkonfigurieren muss, ahja, das macht doch nichts. Erstens ist es nicht schwierig und wenn man es ein paar Mal gemacht hat, geht es eh in Fleisch und Blut über.
Glücklich über die Errungenschaft sitz ich also hier an meinem Laptop und will unterwegs etwas präsentieren. Also UMTS-Karte in den Slot gesteckt und los geht’s. Ich warte, dass sich eine Verbindung aufbaut, aber es tut sich einfach nichts …. nichts? … nein, wirklich so gar nichts! Das kann nicht sein, mein Handy hat ein einwandfreies Netz und der Kunde versichert mir, dass er mit dem gleichen Anbieter hier immer ins Internet kommt. Verzweifelt versuche ich weiter, aber leider ist keine Verbindung möglich.
Ein paar Tage später, ich sitze abends im Hotel und möchte kurz im Netz ein paar Dinge nachschauen, Karte rein, Laptop gestartet, wieder nichts!
Ich gebe zu, so langsam verzweifle ich, zermarter mir das Hirn, was wohl passiert sein könnte, was ich vielleicht falsch gemacht habe, dass die Karte womöglich defekt ist. Mir fällt nur wirklich nichts ein. Nein, auch Einstellungen passen, Proxy ist nicht aktiviert, keine feste IP zugewiesen … gedanklich gehe ich alle möglichen Fehlerquellen durch, kontrolliere alles … nichts … ! „Das ist doch zum Mäuse melken“, schimpfe ich halblaut vor mich hin.
Wie gut, dass ich bei anderen Einsätzen nicht auf die UMTS-Karte angewiesen bin. So verdränge ich mein Problem nach einiger Zeit.
Vor ein paar Tagen, also Wochen später, mache ich mein Laptop an und schiebe natürlich die Karte vorab in den Slot. Da es ein paar Tage später wieder auf Reisen geht, muss es doch langsam mal funktionieren.
Verrückt: Beim ersten Blick auf das Systray sehe ich, dass doch in der Tat eine Netzwerkverbindung dort nicht angezeigt wird. Noch schlimmer wird es, als mir bewusst wird, dass ich selbst diese Netzwerkverbindung getrennt hab (jaja, vor Wochen schon), einfach weil … öhm … keine Ahnung warum.
Dieses Gefühl von „Na bravo…“ ist unbeschreiblich!
Fotos: © Uta Herbert / PIXELIO