<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KOLDI - Blog &#187; Büroalltag &#8211; Der ganz normale Wahnsinn</title>
	<atom:link href="http://www.buchhaltung-online.biz/rubrik/kolumne/bueroalltag-der-ganz-normale-wahnsinn/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.buchhaltung-online.biz</link>
	<description>Buchhaltung online</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Jul 2010 06:30:24 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>„Guten Morgen, auch schon wach?“</title>
		<link>http://www.buchhaltung-online.biz/guten-morgen-auch-schon-wach/20100604</link>
		<comments>http://www.buchhaltung-online.biz/guten-morgen-auch-schon-wach/20100604#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 08:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Münker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Büroalltag - Der ganz normale Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buchhaltung-online.biz/?p=1452</guid>
		<description><![CDATA[Ein Laptop ist echt superpraktisch. Seit ich öfter unterwegs bin, habe ich es wirklich zu schätzen gelernt. Abends im Hotel mal noch die Gedanken des Tages direkt schriftlich und digital festzuhalten ist schon von Vorteil. Man spart sich in der Tat Doppelarbeit „ohne Ende“. Oder ein bisschen Internet-Recherche, halt so Sachen, für die man tagsüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2010/06/Verzweiflung.jpg"><img src="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2010/06/Verzweiflung.jpg" alt="Verzweiflung © Uta Herbert / pixelio.de" title="Verzweiflung © Uta Herbert / pixelio.de" width="200" height="150" class="alignleft size-full wp-image-1460" /></a>Ein Laptop ist echt superpraktisch. Seit ich öfter unterwegs bin, habe ich es wirklich zu schätzen gelernt. Abends im Hotel mal noch die Gedanken des Tages direkt schriftlich und digital festzuhalten ist schon von Vorteil. Man spart sich in der Tat Doppelarbeit „ohne Ende“. Oder ein bisschen Internet-Recherche, halt so Sachen, für die man tagsüber keine Zeit hat oder zumindest meint, sie nicht zu haben. <span id="more-1452"></span></p>
<p>Natürlich hilft mir mein neu gewonnener Freund auch in Präsentationen. Statt beim Interessenten oder Kunden an den PC zu gehen (womöglich bewaffnet mit USB-Stick u. ä.), wirft man den guten Laptop an und bewegt sich in gewohnter optischer Umgebung. Und dann erst das Besprechungszimmer: Statt eines PCs unter’m Tisch und steifem Nacken, weil ich ständig auf die Leinwand schauen muss, kann ich gemütlich mein Laptop auf dem Tisch stellen, an den Beamer anschließen und los geht’s. So kann ich abwechselnd auf den Bildschirm oder meinen Gesprächspartnern in die Augen schauen…welch lobenswerte Erfindung der Menschheit!</p>
<p>Und erst die UMTS-Karte…herrlich. Im Zweifel im Stau auf der Autobahn einfach loslegen. Warum war ich nur bisher gerade in der Sache so rückständig? Ich versteh mich selbst nicht. Ja, ich kann mich nicht mehr wehren: Ich find es toll!</p>
<p>Dass ich je nach aktuellem Einsatz die Netzwerkverbindungen umkonfigurieren muss, ahja, das macht doch nichts. Erstens ist es nicht schwierig und wenn man es ein paar Mal gemacht hat, geht es eh in Fleisch und Blut über.</p>
<p>Glücklich über die Errungenschaft sitz ich also hier an meinem Laptop und will unterwegs etwas präsentieren. Also UMTS-Karte in den Slot gesteckt und los geht’s. Ich warte, dass sich eine Verbindung aufbaut, aber es tut sich einfach nichts …. nichts? &#8230; nein, wirklich so gar nichts! Das kann nicht sein, mein Handy hat ein einwandfreies Netz und der Kunde versichert mir, dass er mit dem gleichen Anbieter hier immer ins Internet kommt. Verzweifelt versuche ich weiter, aber leider ist keine Verbindung möglich.</p>
<p>Ein paar Tage später, ich sitze abends im Hotel und möchte kurz im Netz ein paar Dinge nachschauen, Karte rein, Laptop gestartet, wieder nichts!</p>
<p>Ich gebe zu, so langsam verzweifle ich, zermarter mir das Hirn, was wohl passiert sein könnte, was ich vielleicht falsch gemacht habe, dass die Karte womöglich defekt ist. Mir fällt nur wirklich nichts ein. Nein, auch Einstellungen passen, Proxy ist nicht aktiviert, keine feste IP zugewiesen … gedanklich gehe ich alle möglichen Fehlerquellen durch, kontrolliere alles &#8230; nichts … ! &#8222;Das ist doch zum Mäuse melken&#8220;, schimpfe ich halblaut vor mich hin.</p>
<p>Wie gut, dass ich bei anderen Einsätzen nicht auf die UMTS-Karte angewiesen bin. So verdränge ich mein Problem nach einiger Zeit.</p>
<p>Vor ein paar Tagen, also Wochen später, mache ich mein Laptop an und schiebe natürlich die Karte vorab in den Slot. Da es ein paar Tage später wieder auf Reisen geht, muss es doch langsam mal funktionieren.</p>
<p>Verrückt: Beim ersten Blick auf das Systray sehe ich, dass doch in der Tat eine Netzwerkverbindung dort nicht angezeigt wird. Noch schlimmer wird es, als mir bewusst wird, dass ich selbst diese Netzwerkverbindung getrennt hab (jaja, vor Wochen schon), einfach weil … öhm … keine Ahnung warum.</p>
<p>Dieses Gefühl von „Na bravo…“ ist unbeschreiblich!</p>
<p>Fotos: © Uta Herbert / <a class="simplelink" rel="nofollow" href="http://www.pixelio.de" target="blank">PIXELIO</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.buchhaltung-online.biz/guten-morgen-auch-schon-wach/20100604/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Wahnsinn auf Reisen</title>
		<link>http://www.buchhaltung-online.biz/der-wahnsinn-auf-reisen/20091116</link>
		<comments>http://www.buchhaltung-online.biz/der-wahnsinn-auf-reisen/20091116#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 08:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Münker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Büroalltag - Der ganz normale Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buchhaltung-online.biz/?p=767</guid>
		<description><![CDATA[Was unser Team ausmacht ist nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern auch das menschliche Zusammenspiel auf privater Ebene. Als das Koldi-Team Siegen beschlossen hat, gemeinsam ein Wochenende zu verbringen, ahnte noch keiner, wie schön es werden würde, aber auch hier machte der Wahnsinn vor uns nicht halt.
Der Samstag war für uns fast ein 24-Stunden-Tag. (nicht schlimm, wir können ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-636" title="Brandenburger Tor Berlin" src="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2009/11/CIMG4916.JPG" width="225" height="127" alt="Brandenburger Tor Berlin" />Was unser Team ausmacht ist nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern auch das menschliche Zusammenspiel auf privater Ebene. Als das Koldi-Team Siegen beschlossen hat, gemeinsam ein Wochenende zu verbringen, ahnte noch keiner, wie schön es werden würde, aber auch hier machte der Wahnsinn vor uns nicht halt.</p>
<p>Der Samstag war für uns fast ein 24-Stunden-Tag. (nicht schlimm, wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen) Um 5 Uhr in der Früh ging es los <span id="more-767"></span>mit Bus und Zug von Siegen nach Berlin. Einem Besuch des Europacenters, Kaufen von Souvenirs für die Daheimgebliebenen, einer Stadtführung und Führung durch den Reichstag folgte nur eine kurze ca. halbstündige Pause (wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen), bevor es zum Abendessen und dann ins Berliner Nachtleben ging. Nach einem mehr als langen Tag (wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen) lagen dann aber doch alle zur wohlverdienten Ruhe im Bett.<br />
<img class="alignright size-thumbnail wp-image-636" title="Reichstag Berlin" src="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2009/11/CIMG48831.JPG" alt="Reichstag Berlin" width="225" height="127" />Nach durchschnittlich nur 4 Stunden Schlaf (wir können ja auf der Rückfahrt im Zug schlafen) hieß es schon wieder aufstehen. Mit Kaffee, einem kalt-warmen Brunchbuffet und einem Gläschen Prosecco kann man den Tag schon ganz angenehm beginnen.  Mit halb geweckten Lebensgeistern schlugen wir uns durch den Großstadtdschungel bis zum Bahnhof durch, um die Heimfahrt anzutreten&#8230; und zu schlafen!</p>
<p>Niemand hatte mit der ca. 20-köpfigen Rentnergang gerechnet, die zur Steigerung der guten Laune das ein oder andere Pinnchen Hochprozentigen zu sich nahm&#8230; und mit der Laune stieg der Lärmpegel.<br />
Niemand hatte mit dem Schaden an der Oberleitung gerechnet, wodurch der ICE immer wieder stehen bleiben musste, was die Zugführerin dazu veranlasste alle 5 Minuten eine gefühlt 10-minütige Durchsage über den Stand der Dinge, Anschlusszüge und ähnliches zu machen.<br />
Niemand hatte mit dem Fahrkartenkontrolleur gerechnet, der sich scheinbar unsere Gesichter nicht merken konnte und mehrfach unsere Fahrkarten sehen wollte.<br />
Niemand hatte mit der jungen Dame gerechnet, die genau zwischen meiner Kollegin und mir ihre Tasche aus der Gepäckablage holte, was auch nicht weiter schlimm gewesen wäre, wäre die Tasche verschlossen gewesen. Eine auf den Boden aufprallende Colaflasche lies mich aus dem Schlummer aufschrecken und mit weit aufgerissenen Augen endgültig wach bleiben.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-636" title="im Plenarsaal des Reichstages" src="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2009/11/CIMG4893.JPG" alt="im Plenarsaal des Reichstages" width="225" height="127" />Eine Stunde später als geplant daheim angekommen ging ich mit den Erinnerungen an ein schönes Wochenende in unserer Hauptstadt, aber auch einem starrem Blick ohne Umwege ins Bett&#8230; endlich schlafen!</p>
<p><small>Fotos: © <a class="simplelink" href="http://www.koldi.de" target="blank" rel="nofollow">KOLDI</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.buchhaltung-online.biz/der-wahnsinn-auf-reisen/20091116/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Warum delegierst Du nicht…?“</title>
		<link>http://www.buchhaltung-online.biz/warum-delegierst-du-nicht/20090909</link>
		<comments>http://www.buchhaltung-online.biz/warum-delegierst-du-nicht/20090909#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 08:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Münker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Büroalltag - Der ganz normale Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buchhaltung-online.biz/?p=462</guid>
		<description><![CDATA[Wie oft bekam ich diese Frage schon gestellt? Angesichts des hohen Papierstapels auf meinem Schreibtisch frage ich mich das heute aber wieder mal selbst. Ich verdränge alle bisherigen Erfahrungen und beschließe: „Ab heute wird delegiert!“ 
Phase eins: Offene Aufgaben sichten und unterteilen in „selbst machen“, „an Kollegen(in) geben“, „an Azubi geben“. Nach ca. einer halben Stunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2009/09/Akten.jpg"><img src="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2009/09/Akten.jpg" alt="Akten © Rolf van Melis / PIXELIO" title="Akten © Rolf van Melis / PIXELIO" width="200" height="133" class="alignleft size-full wp-image-1282" /></a>Wie oft bekam ich diese Frage schon gestellt? Angesichts des hohen Papierstapels auf meinem Schreibtisch frage ich mich das heute aber wieder mal selbst. Ich verdränge alle bisherigen Erfahrungen und beschließe: „Ab heute wird delegiert!“ <span id="more-462"></span></p>
<p>Phase eins: Offene Aufgaben sichten und unterteilen in „selbst machen“, „an Kollegen(in) geben“, „an Azubi geben“. Nach ca. einer halben Stunde liegen also drei Stapel vor mir. </p>
<p>Beschwingt geh ich zur Kollegin.</p>
<p><strong><em>„Sagmal, hat der Azubi heute Arbeit oder kann ich ihm was geben?“</em></strong></p>
<p><em>„Für mich hat er nichts zu tun, also kannst Du ihn gerne beschäftigen.“</em> </p>
<p>Also flitz ich zum Azubi.</p>
<p><strong><em>„Kannst Du mit Excel umgehen?“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf</em></p>
<p>Ich erkläre ihm, wie die Aufstellung optimalerweise aussehen sollte, die es zu erstellen gilt. Außerdem zeige ich ganz in Ruhe, wo er welche Informationen bekommen kann, die er zum Füllen der Tabelle braucht. Die Zeit, die ich mir jetzt zum Erklären nehme, ist sicher gut investiert, bekomm ich ja meine Tabelle heute Abend fertig auf den Tisch.</p>
<p><strong><em>„Hast Du verstanden, wie’s aussehen soll?“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf</em></p>
<p><strong><em>„Und Du weißt, wo Du die Daten nachschauen kannst?“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf</em></p>
<p><strong><em>„Ich denke, dass ich wohl so zwei Stunden brauchen würde, Du brauchst sicher etwas länger, aber wenn Du es bis ca. 16 Uhr schaffst, würde das reichen. Die Tabelle muss heute Abend noch per Mail raus. Wenn Du Fragen hast, dann frag.“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf</em> </p>
<p>Guten Mutes gehe ich wieder an meinen Schreibtisch und arbeite in aller Ruhe vor mich hin, führe Telefonate, diktiere Briefe und Aktenvermerke. Heute räumt es richtig, da ich mich um die Tabelle nicht kümmern muss, die absolute Priorität hätte. </p>
<p>Als der Azubi bis Mittag immer noch nicht mit Fragen bei mir aufgelaufen ist, stecke ich meinen Kopf in sein Büro.</p>
<p><strong><em>„Du kommst klar?“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf</em></p>
<p>Ich werfe einen Blick über seine Schulter, ja, sieht sogar gut aus. Die Spaltenköpfe könnte man noch anders benennen, also gebe ich ihm ein paar Anregungen, er notiert sie auf einem Zettel. Die Spaltenbreite am Schluss bitte noch optimieren, die manuelle Eingabe in Spalte B müsste  man mit einer Abfrage auf Spalte D in Verbindung mit Blatt 2 Spalte C machen. Nur für den Fall, dass sich die Daten mal komplett ändern. Für Spalten A und B bitte eine gemeinsame Überschrift und…<br />
Ich breche ab, denn an seinem Blick merke ich, dass er es nicht ganz verstanden hat. </p>
<p><strong><em>„Du, ist nicht schlimm, mach erstmal den Rest und diese Dinge machen wir einfach gemeinsam ganz zum Schluss.“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf und schaut mich etwas erleichtert an.</em> </p>
<p>Ich freue mich, dass Delegieren so einfach ist und mir wirklich Entlastung bringt. Das halbe Stündchen, was ich heute Abend damit beschäftigt bin, ist nichts. Warum mach ich das nicht öfter? Heute ist sogar mal eine Mittagspause drin und bis Ende der Woche könnte ich sogar mal alle überfälligen Aufgaben endlich abgeschlossen haben. </p>
<p>Angeregte Gespräche aus dem Nachbarzimmer machen mich nach einer Weile stutzig. Azubi und Kollegin unterhalten sich und mir fällt auf, dass das schon seit einiger Zeit so geht. Nach meinem aktuellen Telefonat werd ich mal schauen, ob der Azubi schon fertig ist. Weitere fünf Telefonate später schaffe ich es endlich, obwohl schon wieder Ruhe ist, beim Azubi vorbei zu schauen. </p>
<p><strong><em>„Bist Du fertig?“</em></strong></p>
<p><em>Er schüttelt den Kopf.</em></p>
<p><strong><em>„Ahso, weil ich Dich drüben gehört hatte, deswegen frag ich“</em></strong></p>
<p><em>„Nein, nein, hab nur kurz was gefragt.“</em></p>
<p><strong><em>„Ok, brauchst Du noch Hilfe?“</em></strong></p>
<p><em>„Nein, ich bin gleich fertig und komme dann zu Dir.“</em> </p>
<p>Mit einem Blick auf die Uhr geh ich in mein Zimmer zurück, es ist schon 16 Uhr. Ich war so mutig, mich für 18:00 Uhr mit einer Freundin zum After-Work-Kaffee zu verabreden… </p>
<p>Fünfzehn Minuten später:</p>
<p><strong><em>„Können wir jetzt?“</em></strong></p>
<p><em>„Ich brauch noch fünf Minuten“</em> </p>
<p>Das Telefon klingelt, die Zentrale hat einen Kunden in der Leitung, der Fragen hat, die sonst keiner beantworten kann. Ich spreche mit ihm und stelle mich seinen Fragen. Dabei schweift mein Blick immer wieder zur Uhr, nun rennt die Zeit. Der Azubi steht nun schon seit 10 Minuten in der Tür, ich versuche mit Zeichensprache ihm klarzumachen, dass er schon mal spülen, aufräumen, Papier vernichten und sonst was machen soll, weil es noch ne ganze Weile dauert. </p>
<p>17:10 Uhr, Azubi in der Tür, wir führen ein Gespräch mit etwa folgendem Inhalt in Zeichensprache</p>
<p><strong><em>„Warte, es dauert nicht mehr lange, ok?“</em></strong></p>
<p><em>„Ich muss bis 17:20 Uhr bei der Post gewesen sein, es wird langsam eng.“</em></p>
<p><strong><em>„Hast Du die Tabelle soweit wie besprochen?“</em></strong></p>
<p><em>Als Antwort wedelt er mit einem Blatt Papier und nickt.</em></p>
<p><strong><em>„Ok, leg es mir hier hin, schick mir die Datei per Mail oder speichere sie in der Dokumentenverwaltung und ich mach den Rest.“</em></strong></p>
<p><em>Er nickt mit dem Kopf.</em></p>
<p><strong><em>„Ok, danke schon mal und einen schönen Feierabend.“</em></strong></p>
<p><em>„Danke, Dir auch und bis morgen.“</em> </p>
<p>17:20 Uhr, das Telefonat ist beendet, der Azubi weg. Mein Blick schweift auf das Blatt Papier, ok, ich muss noch ändern, Spaltenköpfe, Spaltenbreite&#8230;</p>
<p>Eine Mail habe ich nicht bekommen, also hat Azubi sie wohl ins Dokumentensystem gestellt. Ich beginne zu suchen.</p>
<p>17:35 Uhr, ich werde langsam nervös, die Datei ist doch echt nicht zu finden.</p>
<p>17:40 Uhr, ich gebe auf und rufe Azubi auf Handy an. Er hat mich falsch verstanden und sie in seinen persönlichen Dateien gespeichert. Wie um alles in der Welt soll ich da jetzt rankommen?</p>
<p>17:45 Uhr, da die Datei heute noch raus muss, setze ich mich hin und beginne sie von neuem.</p>
<p>18:05 Uhr, mein Handy klingelt, ich habe meine Freundin vergessen.</p>
<p><strong><em>„Sorry, ich muss hier noch ne Aufstellung machen, die muss heute noch raus, geht kein Weg dran vorbei.“</em></strong></p>
<p><em>„Wie? Ne einfache Excelaufstellung?“</em></p>
<p><strong><em>„Ja.“</em></strong></p>
<p><em>„Warum delegierst Du so was nicht an Deine Azubis?“</em><em> </em></p>
<p><strong><em>Aber hab ich doch…</em></strong></p>
<p><small>Fotos: © Rolf van Melis / <a class="simplelink" href="http://www.pixelio.de" target="blank" rel="nofollow">PIXELIO</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.buchhaltung-online.biz/warum-delegierst-du-nicht/20090909/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Kannst Du mal kurz…?“</title>
		<link>http://www.buchhaltung-online.biz/kannst-du-mal-kurz/20090803</link>
		<comments>http://www.buchhaltung-online.biz/kannst-du-mal-kurz/20090803#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 06:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michaela Münker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Büroalltag - Der ganz normale Wahnsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buchhaltung-online.biz/?p=20</guid>
		<description><![CDATA[Man möge nicht den Eindruck bekommen, dass ich ein kontaktscheuer Mensch wäre, aber es gibt Tage, da weiß man die Intimität und Ruhe einer kleinen Niederlassung mehr zu schätzen denn je &#8211; an Tagen wie heute.
Um 7:30 Uhr habe ich einen kurzen Termin mit einem Kollegen am Hauptsitz. „Dauert nicht lang“, hör ich ihn noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.buchhaltung-online.biz/wp-content/uploads/2009/08/Gespraech.jpg" alt="Gespräch © Peter Kirchhoff / PIXELIO" title="Gespräch © Peter Kirchhoff / PIXELIO" class="alignleft size-thumbnail wp-image-636" />Man möge nicht den Eindruck bekommen, dass ich ein kontaktscheuer Mensch wäre, aber es gibt Tage, da weiß man die Intimität und Ruhe einer kleinen Niederlassung mehr zu schätzen denn je &#8211; an Tagen wie heute.</p>
<p>Um 7:30 Uhr habe ich einen kurzen Termin mit einem Kollegen am Hauptsitz. <em>„Dauert nicht lang“</em>, hör ich ihn noch am Telefon sagen. Wenn der wüsste…</p>
<p>Noch auf dem Weg überlege ich mir, ob ich durch den Haupteingang oder lieber durch den Hintereingang das Gebäude betrete. Meine Überlegungen werden jäh von dem Aufschrei einer Kollegin unterbrochen, <span id="more-20"></span>die mich auf dem Parkplatz erspäht hat:</p>
<p><em>„Wo ich Dich gerade sehe…“</em></p>
<p>Ich verspreche nach meinem Termin bei ihr vorbeizuschauen. Ich entscheide mich für den Hintereingang, vorbei am Kaffeeautomaten und bin froh, dass dort so früh noch niemand steht.</p>
<p>Mit einer dicken Tasse Kaffee bewaffnet stehe ich nicht ganz pünktlich im Büro meines Kollegen und wünsche freudestrahlend einen guten Morgen.</p>
<p><em>„Bevor ich es vergesse: das Sekretariat hat angerufen, der Chef hat Dich kommen sehen, Du mögest bitte gleich mal bei ihm vorbeikommen.“</em></p>
<p>Ich notiere mir das gedanklich für nach dem Besuch bei der Kollegin von eben. Aber nun erstmal Besprechung. Kaum zu glauben, nach einem weiteren Kaffee und einer Stunde sind wir fertig. Das ging ja echt schnell. Nun muss ich nur noch bei… da betritt der Teamleiter meines Kollegen das Zimmer.<em></em></p>
<p><em>„Haben Sie einen Augenblick für mich, wenn Sie hier fertig sind?“</em></p>
<p>Ich bin fertig und natürlich habe ich einen oder auch zwei Augenblicke. Nach 15 Minuten beschließe ich mir einen weiteren Kaffee zu holen. Besser ist es, wir brauchen doch etwas länger, man kommt im Gespräch eh von Höckchen auf Stöckchen.</p>
<p>Ich schaue auf die Uhr, meine Güte, ich muss los, hatte ich doch versprochen um 9:30 Uhr wieder an meinem Schreibtisch zu sitzen. Aber erst noch die Kollegin von heute morgen. Ich eile ins Treppenhaus, nehme 2 Stufen auf einmal, damit die Chancen sinken, dass mich dort noch jemand erwischt.</p>
<p>Vor der Etagentür angekommen hole ich tief Luft. Wie ein Ameisenhaufen mit verzweigten Gängen liegt er vor mir, der Flur mit einer unendlich scheinenden Anzahl an Türen. Hinter jeder Tür, so kommt es mir vor, lauern ein oder zwei Kollegen, die sicher nur darauf warten mich abzufangen.</p>
<p>Todesmutig stürme ich vor, schaffe eine Tür, zwei Türen und sogar die dritte ist kein Problem, der Kollege telefoniert gerade. Die nächste Tür wird mein erster Stolperstein. Sie wird just in dem Moment geöffnet, in dem ich dort vorbeihaste.</p>
<p><em>„Ach hallo“</em>, hör ich’s nur.</p>
<p>Normalerweise würde ich mich freuen, hab ich doch den Kollegen schon ewig nicht mehr gesehen. Sonst findet man immer einen Augenblick Zeit, um ein paar Worte zu wechseln, aber gerade heute? <em>„Sei mir nicht böse, ich muss…“</em>, sag ich im Weiterlaufen und ernte einen verdutzten Blick. Ich beschließe ihn später anzurufen und zu erklären.</p>
<p>Ich biege um die letzte Ecke, sehe schon mein Ziel vor Augen. Ich muss es nur bis zur letzten Tür auf der rechten Seite schaffen, dann bin ich in Sicherheit. Ich wunder mich, wie still es hier ist, alle Türen offen, keiner an seinem Platz. Während ich noch überlege, ob ich einen Termin vergessen habe, biege ich um die Ecke und betrete das Zimmer. Dort &#8211; quasi hinter dem Zieleinlauf &#8211; erwartet mich eine Überraschung. Meine Kollegin von heute morgen hat gleich einen ganzen Stab von Mitarbeitern zusammengetrommelt, um mich noch mit Fragen über dies und das zu löchern. Wo ich ja schon mal da bin… Kein Wunder, dass die übrigen Zimmer des Flurs leer waren.</p>
<p>Nach einer Reihe geduldig beantworteter Fragen und ständigen Blicken auf die Uhr schaffe ich es, mich aus den Fängen der netten Kollegen zu reißen und mache mich auf den beschwerlichen Weg ins andere Gebäude. Zimmer gibt es dort weniger, Kollegen auch, leider ist man auf dem Weg dazwischen sichtbar wie ein Hase auf freiem Feld. Ich habe das Gefühl bohrende Blicke in meinem Rücken zu spüren, ignoriere dieses Gefühl jedoch. Neulich noch habe ich im Fernsehen gelernt, dass man nicht spüren kann, wenn man beobachtet wird. Naja, zumindest gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür. Ich glaube es, straffe die Schultern und gehe hoch erhobenen Hauptes über die Straße.</p>
<p>9:30 Uhr, ich stehe im Sekretariat, melde mich an, Chef telefoniert, ich warte.</p>
<p><em>„Guten Morgen, wie geht’s?“</em></p>
<p>Wie soll es schon gehen? Es muss ja, oder? Aber ich mag so nicht antworten, hört sich negativ an. Während ich noch meine Antwort zurecht lege, ist unser Chef mit Telefonieren fertig und ich werde ins Eckzimmer gebeten.</p>
<p><em>„Gut, gut“</em>, rufe ich also nur schnell über die Schulter und schlüpfe durch die Tür.</p>
<p>Ein Refugium, so kommt es mir vor. Ich könnte ewig dort sitzen, die Besprechungen mit ihm schätze ich: Kurz, knapp, aber gehaltvoll.</p>
<p>Bevor ich mir eine Strategie für den Rückweg zum Auto überlegen kann, stehe ich deswegen auch schon wieder vor der Tür.</p>
<p>Dies ist der gefährlichste Augenblick auf meiner Reise. An der Tür des Chefzimmers ist ein kleines Windspiel angebracht, sodass jeder hört, wenn die Tür geöffnet und wieder geschlossen wird.</p>
<p>Vorsichtig schaue ich mich um, ob jemand von oben, von unten oder aus einem der umliegenden Zimmer kommt. Dies ist nicht der Fall, erstaunliche Ruhe. Ich ruf ein fröhliches <em>„Tschüss“</em> ins Sekretariat und laufe mit Elan die Treppe hinunter. Wenn ich nur richtig beschäftigt aussehe, schaffe ich den Weg zum Auto ohne weiteren Boxenstop.</p>
<p>Und in der Tat, ich schaffe es. Ich bin stolz auf mich, es gab schon Tage, an denen ich erst nach der Mittagspause wieder zurückkam. Mit nur einer Stunde Verspätung und einem Lächeln auf dem Gesicht schließe ich die Tür auf. Noch im Türrahmen stehend kommt mir die erste Kollegin entgegen und fragt mit einem vorwurfsvollen Blick: <em>„Wo warst Du denn? Wir warten schon die ganze Zeit auf Dich.“</em> </p>
<p><strong><em>„Aber ich musste doch nur kurz…“</em></strong></p>
<p><small>Fotos: © Peter Kirchhoff / <a class="simplelink" href="http://www.pixelio.de" target="blank" rel="nofollow">PIXELIO</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.buchhaltung-online.biz/kannst-du-mal-kurz/20090803/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
