Und dann war da noch…

24. August 2009, Jennifer Jaufmann

Der Besserwisser:
Fragt man ihn nach dem Datum, hält er einen Vortrag über die Geschichte des Kalenders. Der Hobby-Einstein weiß alles – vor allem besser. Widerspruch zwecklos. Rutscht die intellektuelle Nickelbrille auf halbmast, droht die nächste Belehrung. Jedes Gespräch wird mit ihm zu einer Vorlesung. Er begrüßt Kollegen mit Goethe-Zitaten, nervt mit lateinischen Sprüchen. Nur Humor hat dieses lebende Lexikon nicht; Spaß ist für den Besserwisser ein Fremdwort.

 

Eine E-Mail an den Chef!
 

Lieber Chef,

mein Assistent, Herr Schneider, ist immer dabei,

eifrig seine Arbeit zu tun, und das mit großer Umsicht, ohne jemals

seine Zeit mit Schwätzchen mit seinen Kollegen zu verplempern. Nie

lehnt er es ab, anderen zu helfen, und trotzdem

schafft er sein Arbeitspensum; und sehr oft bleibt er länger

im Büro, um seine Arbeit zu beenden. Manchmal arbeit er sogar

in der Mittagspause. Mein Assistent ist jemand ohne

Überheblichkeit in Bezug auf eine große Kompetenz und überragenden

Computerkenntnisse. Er ist einer der Mitarbeiter, auf die man

stolz sein kann und auf deren Arbeitsraft man nicht

gern verzichtet. Ich denke. dass es Zeit wird für ihn,

endlich befördert zu werden, damit er nicht auf den Gedanken kommt,

zu gehen. Firma kann davon nur profitieren.

 

Die zweite E-Mail an den Chef:

Lieber Chef.

als ich vorhin meine erste E-Mail an Sie geschrieben habe, hat mein Assistent, dummerweise neben mir gestanden. Bitte lesen Sie meine erste Nachricht noch einmal, aber diesmal nur jede zweite Zeile.

Rubrik: Dies und Das

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