Mittwoch früh, es war übrigens der 14.04.2010, ging es los. Aus Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) in das 400 km entfernte Siegen (NRW). Meine Methode um schnell und möglichst ohne Stau anzukommen war zeitiges losfahren. Also startete ich das Auto, es war übrigens ein Polo, gegen 5:30 Uhr und fuhr los. Mein Plan ging ganz gut auf. OK 4 Stunden ist keine spitzen Zeit, aber ich war immerhin ohne Umweg, Stau oder Unfall sehr gut in unserer Niederlassung angekommen.
Als ob das nicht schon aufregend genug gewesen wäre, doch in Siegen angekommen erfuhr ich auch noch, dass ich am Freitag nicht mit dem Auto wieder zurückfahren durfte mit dem ich gekommen war.
Heute Abend würden wir die neuen Firmenwagen beim Autohaus Schneider abholen und mit diesem würde ich auch meinen Heimweg antreten.
Doch bis es soweit war, gab es noch einige organisatorische Probleme.
Was mache ich mit dem Auto mit dem ich aus Sachsen gekommen bin?
Es musste zur Zentrale geschafft werden.
Wie komme ich von der Zentrale wieder ins Koldi-Haus?
Eine nette Kollegin war bereit mich wieder zurück zufahren (danke Nadine).
Wie komme ich heute Abend an meine Sachen, die noch im Polo liegen? (Ich hatte für die 3 Tage in Siegen etwas mehr mitgenommen, als die Sachen die ich am Leib trug, ja das mache ich meistens so.)
Diese würde ich am Abend mit dem neuen Auto abholen. Schlüssel würde ich von einem unserer Mitarbeiter bekommen.
Nach dem alle Unklarheiten beseitigt waren, machte ich mich an meine Aufgaben, welche für den Tag so geplant waren.
Kurz vor 17:00 Uhr wurden wir abgeholt. Und ab nun musste ich mich etwas konzentrieren. Immerhin musste ich mir den Weg einprägen, da ich nachdem wir das Auto geholt hatten, allein wieder zurück finden musste.
Nach 10 Minuten fuhren wir auf dem Hof des Autohauses. Und da standen sie – 6 neue Koldi-Mobile. Schön auf dem Parkplatz aufgereiht (mein Fahrlehrer hätte einen Anfall bekommen, wenn ich so geparkt hätte), in schwarz mit schönem großen Koldi-Logo (also wer uns jetzt noch auf der Straße übersieht, sollte über einen Termin bei seinem Augenarzt nachdenken).
Und nun musste dieser Augenblick auf Bildern festgehalten werden. Jeder mit seinem Auto, die ganze Gruppe neben den Autos und immer recht freundlich. Die Sonne ließ sich an diesem Nachmittag auch sehen, so dass es recht fröhliche Bilder geworden sind.
Also in allem eine gelungene Abholung.
Ich fuhr noch mal an der Zentrale ran, um meine Sachen aus dem Auto zuholen, damit ich abends auch Zähne putzen konnte. Und dann ging es ins Hotel um endlich, völlig geschafft von so einem aufregenden Tag ins Bett zu fallen.
Nach dem Frühstück wollte ich nun schnell auf Arbeit fahren. Doch da gab es nur ein kleines Problem. Ich hatte am vorigen Abend das Auto neben das Hotel gestellt in Richtung Wald. Und vor dem Wald war eine Wiese mit einem Bach. Die Nacht war recht kühl gewesen und nun hatte ich den Salat. Meine komplette Frontscheibe, die rechten Seitenscheiben und die Heckscheibe waren mit einer Schicht Eis überzogen. Nun hatte ich jedoch das Auto erst abgeholt und besass nicht mehr als einen Sanikasten, ein Warndreick und eine Warnweste. Alles wichtige Sachen, doch in meiner Lage halfen diese recht wenig. Nun hatte ich ein neues Auto konnte aber nicht los, da ich nichts durch die Scheiben gesehen habe. Es wurde auch immer später und ich wollte ungern zu spät auf Arbeit kommen. Also schied warten auf die Sonne, damit die Scheiben abtauen kann, aus. Eine neue Idee musste her und dabei fiel mein Blick auf meine Handtasche und dem darin enthaltenem Portemonnaie. Kurz entschlossen zog ich meine Geldkarte mit Hülle heraus und fing an das Auto frei zukratzen. Es hat etwas länger gedauert als üblich und der eine oder andere der vorbei ging, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, doch immerhin war das Auto nach 10 Minuten fahrbereit und ich konnte nun doch noch pünktlich auf Arbeit erscheinen.
Was schließ ich daraus: Immer schön kreativ bleiben und vielleicht doch in Zukunft eine Parkscheibe als Eiskratzer ins Auto legen.
Ansonsten gab es nichts wirklich aufregendes – ich denke das reichte auch an Aufregung in den letzten Tagen aus. Ich fuhr am Freitag wieder nach Hause zurück und kam gut und sicher nachmittags in Hohenstein-Ernstthal wieder an.
Fotos: © KOLDI

Also bis auf die Automarke ein recht netter Wagen …